Stubbenfräsen: Vorbereitung Schritt für Schritt

Mit dieser Anleitung wird aus dem Baumstubben schnell nutzbare Fläche – sauber, sicher, planbar.

In Wuppertal und im Bergischen Land stehen alte Stubben oft im Weg: beim Rasen, bei Pflasterarbeiten oder vor einer Neupflanzung. Wer die Fräsung gut vorbereitet, spart Zeit, Geld und Nerven. Ob in Hilden oder Remscheid – hier erfahren Sie, worauf es ankommt: vom Zugang über Leitungen bis zur Nachsorge. Nach einer Baumfällung & Spezialfällung ist die Stubbenfräsen der effiziente nächste Schritt.

Warum Stubbenfräsen?
Ein Baumstubben bleibt jahrelang hart und unhandlich. Er behindert Mäharbeiten, Wege, Beete und Neubepflanzungen; Wurzelaustriebe oder Pilzfruchtkörper können zusätzlich stören. Das Fräsen zerlegt Holz und Wurzelansätze in Hackschnitzel – punktgenau, ohne große Erdbewegungen. Vorteil: geringe Bodenschäden, schnelle Wiederherstellung der Fläche und planbare Tiefe je nach Nutzung.

Wie tief sollte gefräst werden – und wofür?
Die Frästiefe richtet sich nach dem Ziel:
– Rasenfläche: meist 20–25 cm Tiefe ausreichend.
– Beete/lockerer Boden: 25–30 cm, um Wurzelreste sicher zu entfernen.
– Pflaster/Wege: 30–40 cm, damit Tragschicht und Verdichtung Platz haben.
– Neupflanzung: abhängig von Art/Standort; häufig 40 cm und punktuelle Wurzelentnahme im Umfeld.
Sprechen Sie den Nutzungswunsch vorab an – daraus leiten wir Tiefe und Umfang ab. Für standortgerechte Neupflanzungen beraten wir gern im Rahmen von Pflanzung & Jungbaumpflege.

Vor-Ort-Check & Maße
Gute Vorbereitung beginnt mit dem Messen:
– Zugang: Breite und Höhe von Toren, Durchfahrten, Hausfluren, Treppenabsätzen. Unsere kompakten Fräsen benötigen je nach Modell ab ca. 80–90 cm Durchgang.
– Gelände: Hanglage, Stufen, weiche Böden, nasse Bereiche.
– Stellflächen: Platz für Fräse und Zwischenlager der Hackschnitzel.
– Umgebung: Fenster, Glas, Fahrzeuge, Spielgeräte – Schutzabstände einplanen.
Aus den Gegebenheiten wählen wir Maschine, Schutzmaßnahmen und Materialfluss.

Leitungen & Untergrund – sicher vorgehen
Hausanschlüsse (Strom, Gas, Wasser, Telekom, Bewässerung), Zisternen, Drainagen oder Flachfundamente dürfen nicht beschädigt werden. Hinweise des Eigentümers sind entscheidend: Lagepläne, Fotos vom Bau, Markierungen vor Ort. Bei Unsicherheiten gilt: lieber tiefer zurückhaltend fräsen und punktuell sondieren. Keine Rechtsberatung; Zuständigkeit bei der Kommune/Behörde bzw. beim Versorger.

Sicherheit & Schutz der Umgebung
Beim Fräsen können Splitter und Steine wegspringen. Wir richten Schutzmatten und Absperrungen ein, sichern Wege und bitten um Freihalten des Arbeitsbereichs. Haustiere und Kinder bleiben während der Arbeiten im Haus. Empfindliche Zonen (Teichfolie, Glasflächen, Solaranlagen am Boden) werden abgedeckt oder temporär ausgespart.

Ihre Vorbereitung – die kurze Checkliste
– Zugang freiräumen: Gartentore, Wege, Durchfahrten, Treppenabsätze
– Untergrund prüfen: Steine, Altmetall, Drahtgeflechte oder Wurzelsperren entfernen/markieren
– Leitungen markieren: Bewässerungsschläuche, Beleuchtungskabel, Drainagen kenntlich machen
– Stellfläche klären: Wohin mit Hackschnitzeln oder Boden? Sollen wir abfahren?
– Umgebung schützen: Autos umparken, Fenster schließen, Dekoration/Spielgeräte sichern
– Nachbarn informieren: kurze Arbeitszeiten nennen, bei Bedarf Ruhezeiten abstimmen
– Ziel der Fläche definieren: Rasen, Pflaster, Beet oder Neupflanzung

Ablauf am Frästermin
Wir starten mit einer kurzen Begehung, legen Schutzbereiche fest und klären die gewünschte Tiefe. Anschließend fräsen wir in überlappenden Bahnen den Stubben samt Seitenwurzeln im Nahbereich. Das Material fällt als Hackschnitzel an; auf Wunsch fahren wir es ab oder verwenden es als temporären Füllstoff. Zum Abschluss wird die Fläche grob eingeebnet – bereit für die Nacharbeit.

Materialfluss, Abtransport & Verwertung
Hackschnitzel eignen sich als kurzfristige Abdeckung, zersetzen sich aber nur langsam. Wer rasch Rasen oder Pflaster anlegen will, fährt die Späne besser ab und ersetzt sie durch passende Erde/Tragschichten. Optionen:
– Abfahren der Späne durch uns
– Mischen mit Boden für Beetflächen (nur, wenn Nährstoffentzug akzeptabel ist)
– Separates Lagern zur Wegeabdeckung im Garten
Wir besprechen mit Ihnen die praktikabelste Lösung.

Nachsorge: Füllen, Verdichten, Nutzen
Nach der Fräsung entsteht eine Mulde. So gehen Sie vor:
– Späne (wenn abgetragen) durch Oberboden/Substrat ersetzen
– Schichtweise einfüllen und leicht verdichten, um Setzungen zu minimieren
– Für Rasen: feinkrümelig ausziehen, ansäen, anwalzen, bewässern
– Für Pflaster: Tragschicht einbringen und nach Vorgabe verdichten
– Für Neupflanzung: standortgerechte Erde einarbeiten, Pflanzloch vorbereiten
Soll eine neue Baumart gesetzt werden, prüfen wir gern Artwahl, Abstand und Boden – mehr unter Pflanzung & Jungbaumpflege.

Sonderfälle: Hanglage, enge Innenhöfe, Wurzelausläufer
Im Bergischen Land sind Hänge normal. Wir sichern Maschinen gegen Wegrutschen, legen Transportwege fest und schützen Böschungen. In engen Hinterhöfen wählen wir Handwalzen und kompakte Fräsen; bei weit ausstreichenden Wurzeln fräsen wir selektiv dort, wo die spätere Nutzung es erfordert. Ziel: so wenig Eingriff wie möglich, so viel Funktion wie nötig.

Zeit & Wetter
Stubbenfräsen ist ganzjährig möglich. Bei extrem nassen Böden oder Frost mit Eispanzer schieben wir den Termin, um Bodenschäden zu vermeiden. Für Neuanlagen (Rasen/Pflaster) sind trockene, milde Phasen ideal. Nach Winterfällungen lässt sich die Fläche im Frühjahr sehr gut herstellen.

Kostenfaktoren – was beeinflusst den Aufwand?
– Stubben- und Wurzeldurchmesser
– Frästiefe und gewünschter Radius
– Zugang und Transportwege
– Abdeckung/Absicherung sensibler Bereiche
– Abtransport der Hackschnitzel und Bodenersatz
Wir kalkulieren transparent und nennen Ihnen vorab den realistischen Aufwand.

Typische Kombinationen
Nach einer Baumfällung & Spezialfällung folgt häufig direkt die Stubbenfräsen – so bleibt der Garten frei und nutzbar. Stehen Leitungen oder Pflasterumbauten an, planen wir die Frästiefe passend zur späteren Nutzung. Bei Wurzelproblemen im Bodenumfeld beraten wir, welche schonenden Verfahren sinnvoll sind; für komplexe Fälle im Wurzelbereich verweisen wir auf Baumschutz & Wurzelsanierung.

Praxisbeispiele aus der Region
– Wuppertal: Fräsung eines 60-cm-Stubben im Hanggarten, Abtransport der Späne, späterer Pflasteraufbau für eine Terrasse.
– Haan: Mehrere kleine Stubben im Reihenhausgarten mit 90-cm-Zugang; Frästiefe 25 cm für neue Rasenfläche.
– Solingen: Selektive Wurzelentnahme entlang einer Einfahrt; Tragschicht eingebracht, Kantensteine gesetzt – Fläche am Folgetag befahrbar.

Ihre Vorteile auf einen Blick
– Saubere, schnelle Flächenwiederherstellung
– Punktgenaue Tiefe für die geplante Nutzung
– Minimale Bodenschäden, kurze Ausfallzeiten
– Option Abtransport/Materialmanagement aus einer Hand
– Klare Kommunikation, feste Zeitfenster, regional kurze Wege

Jetzt Stubbenfräsen planen!

Wir melden uns kurzfristig mit einer Ersteinschätzung zu Tiefe, Aufwand und sinnvoller Nacharbeit.

Noch Fragen?

Muss ich vor der Stubbenfräsung Leitungen melden?

Ja, bitte bekannte Hausanschlüsse und Bewässerungen markieren und uns zeigen; bei Unklarheiten fräsen wir vorsichtig und stimmen Tiefen ab.

Wie lange dauert die Fräsung eines Stubben?

Vom Eintreffen bis zur Übergabe oft 30–120 Minuten, abhängig von Größe, Tiefe und Zugang.

Bleiben Wurzeln im Boden zurück?

Ja, außerhalb des Fräsbereichs verbleiben Wurzeln und verrotten langsam; bei späterem Pflaster fräsen wir tiefer und breiter.

Kann ich die Hackschnitzel behalten?

Gern – als Abdeckung oder temporäre Füllung; für Rasen oder Pflaster ist ein Abtransport meist sinnvoller.

Wann kann ich neu pflanzen?

Nach Abtrag der Späne und Auffüllen mit geeignetem Substrat sofort; Artwahl und Standort klären wir gern mit Ihnen.

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